Richtlinie zur Förderung eines Konzeptwettbewerbs „Innovationslabore für KI-basierte Robotik (Robo-Hubs)“

Robotik ist eine Schlüsseltechnologie für die industrielle Wertschöpfung, moderne Dienstleistungen und die Bewältigung zentraler gesellschaftlicher Herausforderungen. In Verbindung mit Künstlicher Intelligenz (KI) entstehen neue Möglichkeiten, leistungsfähige und vertrauenswürdige Robotiksysteme zu entwickeln, die Wirtschaft und Gesellschaft gleichermaßen zugutekommen.

Die rasanten Fortschritte der KI beflügeln auch die Robotikforschung und verkürzen Innovationszyklen. Eine enge Verzahnung der akademischen Grundlagenforschung mit der industriellen Entwicklung und Anwendung verspricht den Innovationstransfer signifikant zu beschleunigen und die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Potenziale der KI-basierten Robotik in Deutschland schneller zu heben. Basis hierfür ist der Zugang zu modernen Forschungsstrukturen, die Wissenschaft und Industrie gleichermaßen zur Verfügung stehen und ein Umfeld für kollaborative Forschung und Innovationstransfer schaffen.

Mit der vorliegenden Förderrichtlinie beabsichtigt das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR), durch einen Konzeptwettbewerb zum Aufbau von Innovationslaboren, sogenannten Robo-Hubs, mit jeweils einer klaren domänenspezifischen Schwerpunktsetzung (beispielsweise in den Bereichen Produktion, Logistik, Agrarwirtschaft, Bauwesen oder Gesundheit/Pflege), die kollaborative Forschung zur KI-basierten Robotik und den Transfer in die Anwendung und Wertschöpfung in Deutschland zu stärken. Die Robo-Hubs sollen als praxisnahe Brücken zwischen Wissenschaft und Industrie fungieren und insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) den Zugang zu zukunftsweisenden Technologien ermöglichen.

Die domänenspezifischen Robo-Hubs sollen Themen von der akademischen Grundlagenforschung zu zentralen gesellschaftlichen Herausforderungen über Innovationstransfer in die Anwendung bis zur Fachkräftequalifizierung adressieren. Durch Pilotinitiativen, insbesondere Competitions und fokussierte Transferprojekte an den aufgebauten Forschungsstrukturen, sollen Synergien entstehen, die den Weg von der Idee bis zur Anwendung verkürzen.

Diese Förderrichtlinie ist Teil des KI-Robotikboosters der Hightech Agenda Deutschland (HTAD) der Bundesregierung. Sie aktiviert konkret die Hebel der HTAD, die den Wissens- und Technologietransfer zwischen allen Innovations­akteuren beschleunigen, Fachkräfte und Talente unterstützen und eine strategische Investition in Forschungsstrukturen tätigen, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland auszubauen und den Investitionsstau im Wissenschaftssystem anzugehen.

Wer kann die Förderung beantragen?
Antragsberechtigt für den Wettbewerb für die Erstellung der Konzeptstudien sind staatliche und nichtstaatliche Hochschulen sowie außeruniversitäre Forschungseinrichtungen mit ausgewiesener Expertise in der KI-basierten Robotik.

Zum Zeitpunkt der Auszahlung einer gewährten Zuwendung wird das Vorhandensein einer sonstigen Einrichtung, die der nichtwirtschaftlichen Tätigkeit des Zuwendungsempfängers dient (Hochschule, Forschungseinrichtung), in Deutschland verlangt.

Forschungseinrichtungen, die von Bund und/oder Ländern grundfinanziert werden, können neben ihrer institutionellen Förderung eine Projektförderung für ihre zusätzlichen projektbedingten Ausgaben beziehungsweise Kosten bewilligt bekommen, wenn sie im Förderantrag den Bezug zwischen dem beantragten Projekt und grundfinanzierten Aktivitäten explizit darstellen beziehungsweise beides klar voneinander abgrenzen.

Zu den Bedingungen, wann staatliche Beihilfe vorliegt/nicht vorliegt und in welchem Umfang beihilfefrei gefördert werden kann, siehe Unionsrahmen für staatliche Beihilfen zur Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation (FuEuI-Unionsrahmen).

 

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