SpotON auf Gebr. Otto Baumwoll­feinzwirnerei und Spinnerei

Der gewisse "Spin" - mit recot² Kreisläufe schließen

Die Gebr. Otto Baumwollfeinzwirnerei in Dietenheim bei Ulm spinnt Baumwollgarne. So weit, so ungewöhnlich. Erstens, weil erfolgreiche Baumwollspinnereien in Deutschland selten geworden sind. Zweitens, weil Gebr. Otto seinen Garnen immer einen gewissen „Spin“ mitgibt.

Bei recot² lautet dieser Spin: Kreisläufe schließen. Das im Hause Otto entwickelte Baumwollgarn besteht zu 25 Prozent aus Prozessabfällen. Genauer gesagt sind das aufbereitete Fasern aus Webkanten und Spulenresten. Diese kombiniert Gebr. Otto mit 75 Prozent neuer, GOTS-zertifizierter Biobaumwolle und spinnt daraus ein hochwertiges Baumwollgarn.

Das hört sich leichter an, als es ist, denn die Faserlänge des Recyclingmaterials ist viel kürzer als die von Rohbaumwolle. Die Dietenheimer Spinner haben deshalb für ihre Garninnovation ein eigenes Spinnverfahren entwickelt. Das Land Baden-Württemberg hat diese Entwicklungsleistung als beispielhaft ausgezeichnet, mit „100 Betriebe für Ressourceneffizienz“.

Aber zurück zum Garn, zu recot²: Im fertigen Textil punktet das Garn mit einer verbesserten Ökobilanz. Um ein Kilo Baumwolle herzustellen, braucht es schließlich mehr als 10 000 Liter Wasser. Wird mit recot² gearbeitet, lassen sich pro Kilogramm Textilien bis zu 5 000 Liter Wasser einsparen. Die dazugehörige Modellrechnung hat die Universität Ulm aufgestellt, die die Entwicklung der Garninnovation wissenschaftlich begleitet hat. Sie hat dem Upcycling-Produkt außerdem nennenswerte Einsparungen in Sachen Energie und CO₂ attestiert.

An einem Punkt unterscheidet sich recot² jedoch nicht von anderen Baumwollgarnen aus dem Hause Otto: im angenehmen, wohligen Gefühl, das sich einstellt, wenn es, verarbeitet in Wäsche oder Bekleidung, die Haut berührt.

 

 

 

Bildnachweis: Gebr. Otto Baumwollfeinzwirnerei und Spinnerei

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