Baden-Württemberg feiert auf der Techtextil

Am ersten Abend der Leitmesse für technische Textilien, welche vom 14. bis 17. Mai 2019 in Frankfurt stattfand, lud der baden-württembergische Gemeinschaftsstand zum AFBW FIBER PUSH Projektabschluss und damit auch zum FIBER PUSH Slam und anschließendem Get together in die Halle 3.1. ein.

Direkt im Eingangsbereich der Halle 3.1 erwartete die Messebesucher in diesem Jahr geballte textile Power aus dem Ländle. Organisiert und durchgeführt von Baden-Württemberg International (bw-i) gemeinsam mit der Allianz Faserbasierte Werkstoffe Baden-Württemberg (AFBW) und Südwesttextil, präsentierte der Gemeinschaftsstand den Fachbesuchern die textilen Produktneuheiten von zwölf Ausstellern. Darunter auch die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung (DITF), Europas größtes Textilforschungsinstitut und stolzer Preisträger des Techtextil Innovation Awards in diesem Jahr.

Den ersten Messeabend nutzte AFBW zum Projektabschluss FIBER PUSH und lud zum SKAM und zur Standparty ein. So nutzte die AFBW die internationale Plattform um das Projekt FIBER PUSH abzuschließen. Rund 130 Zuschauer lauschten dem FIBER PUSH SLAM zum Auftakt des Abends. Christoph Larsén-Mattes, Geschäftsführer und Inhaber Mattes & Ammann GmbH & Co. KG, eröffnete den Slam mit Ulrike Möller (Netzwerkmanagerin AFBW) und Marina Schmid (Leiterin Internationale Messen, bw-i) an seiner Seite. Den Slam moderierte, wie auch bereits im Jahr 2017, Peter Haas, Hauptgeschäftsführer bei Südwesttextil.

Im Anschluss nutzten die Gäste die Gelegenheit im lockeren Rahmen Kontakte zu knüpfen. Erfrischende Cocktails und kulinarische Highlights sorgten dann endgültig für fröhliche Gesichter und eine ausgelassene Stimmung.
Ein paar Eindrücke des FIBER PUSH Slam: das Startup manaomea, das aus recyceltem Textilabfällen, Naturfasern und Biopolymeren Stifte entwickelt, legt großen Wert auf geschlossene Werkstoffketten. Fiber Engineering aus Karlsruhe, stellte einen Blumenkübel aus Holzfasern vor, der als 3D-Faser-Formteil aus dessen zukunftsweisender Faser-Einblastechnik entstanden ist. Die Gebrüder Otto GmbH & Co KG zeigten unter anderem ihr Piumafil-Garn. Dieses besteht aus Bio-Baumwolle und Kapok. Die Essedea GmbH, die als Innovationsführer für Abstandsgewirke bei der Entwicklung von Nischenprodukten bis hin zur Realisierung von Serienproduktionen auf der ganzen Welt agieren, stellten ihre 3DEA Abstandsgewirke vor. Dieses Abstandsgewirk kann beispielsweise in Nebelfänger vertreten sein, welche trockene Gebiete mit Trinkwasser versorgen sollen.

Mit dem Motto „Wir weben Zukunft“ stellte die Bauer Bandweberei Ihre Kompetenzen vor: Fertigung & Bedruckung von technischen sowie handelsüblichen Gewebebänder, von der ersten Idee bis zum fertigen Produkt – alles aus einer Hand. Um die textilen Nachwuchskräfte kümmert sich die Hochschule Albstadt Sigmaringen, diese stellte ihre Bachelor- und Masterstudiengänge im Textilbereich vor. Dass Textil und Licht gut harmonieren beweist die Ettlin Spinnerei und Weberei: das patentierte Gewebe zur 3D-Lichtgestaltung ETTLIN LUX spielt mit Design und kann vielfältig mit anderen Materialien kombiniert werden. Aus dem Strickbereich präsentiert die roma-Strickstoff-Fabrik zusammen mit Essedea ein Exponat aus gewichtsreduzierten Wandelementen aus Abstandsgestrick mit der entsprechenden Dämmung sowie einer Dekorgestrickbespannung mit Heizelementen als Zusatzfunktion.

Ein vielfältiges Programm an Spezialvliesen, wie z. B. Filtertextilien für die Rauchgasreinigung und Nadelvlieselemente zur Schallisolierung und Lösungen, stellten die Technischen Textilien Lörrach vor. Mit diesen tragen sie zu einer Verlängerung der Nutzungs- und Produktlebensdauer bei. Als Hersteller von Glattgarne, Elastikgarne und Spezialgarne mit Feinheiten von dtex 33 bis 1000, stellt sich die ZUE Zwirnerei Untereggingen GmbH vor. Ein besonderes Augenmerk legt sie dabei auch auf das Thema Nachhaltigkeit: durch die Nutzung vorhandener natürlicher Ressourcen wie die Wasserkraft und Solarenergie wird diese gefördert.

Die Jörg Lederer GmbH informierte das Publikum über ihre langjährige Erfahrung und modernstes Know-how in der Garnproduktion. Dass die Jörg Lederer GmbH nachhaltig agiert beweist nicht nur die seit 2009 errichtete Photovoltaikanlage, sondern auch der Verzicht von umweltschädlichen Ölen und Mittel in der Produktion. Auch die Forschung bewies erneut das Textil zu vielem fähig ist. Die DITF Denkendorf haben, im Rahmen des Projekts ARENA2036-LeiFu ein neues Konzept zur Herstellung von induktiven Ladespulen mit textiler Sticktechnik entwickelt und realisiert, das seine Anwendung in zukünftigen Plug-In-Hybrid- und Elektrofahrzeuge finde.

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