SpotON auf Keller Lufttechnik GmbH + Co. KG

Effiziente Lösung für das Fräsen von Landeklappen bei GKN Aerospace

Wer sich in ein Flugzeug setzt kommt mit hoher Wahrscheinlichkeit mit einem Produkt von GKN Aerospace in Berührung. Das britische Unternehmen, das in neun Ländern rund 12.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, beliefert die Luftfahrtindustrie mit Baugruppen aus Metall sowie aus Verbundwerkstoffen.

Fooke-Angebot erfüllt alle Vorgaben von GKN

„Wir sind auf die CFK-Verarbeitung spezialisiert und stellen alle Bauteile von Grund auf selbst her“, berichtet Hans-Jochen Platte, Bereichsmeister Zerspanung bei GKN Aerospace München. Die hohe Qualität der produzierten Baugruppen ist das Aushängeschild des Unternehmens. Als es um die Neuanschaffung einer Fräsmaschine ging, hatte der Hersteller daher genaue Vorstellungen - unter anderem in Bezug auf die Präzision und Schnelligkeit der Anlage. Die Wahl fiel auf die Fünf-Achs-Portalfräsmaschine ENDURA® 611LINEAR des Maschinenbauunternehmens Fooke aus dem nordrhein-westfälischen Borken. Der Fräsmaschinen-Spezialist bot ein Gesamtpaket an, zu dem auch eine Volleinhausung sowie eine hoch leistungsfähige Entstaubungsanlage von Keller Lufttechnik gehörten. „Das Konzept entsprach genau unseren Vorstellungen und berücksichtigte alle unsere Vorgaben“, berichtet Hans-Jochen Platte.

Zuverlässige Absaugung unerlässlich

Mit Keller Lufttechnik aus Kirchheim unter Teck bei Stuttgart fand Fooke ein ebenfalls familiengeführtes Partnerunternehmen mit einer sehr ähnlichen Unternehmensphilosophie und ebenso hohen Ansprüchen an die Produktqualität. Gemeinsam konzipierten die Fachleute aus beiden Unternehmen eine Absaugtechnik, die auf die Anforderungen von GKN Aerospace München zugeschnitten ist. „Die Erfassung der Stäube war aus zweierlei Gründen eine Herausforderung“, berichtet Peter Wörner, Projektingenieur im Vertrieb bei Keller Lufttechnik. „Die Maschine hat mit 14 Metern einen sehr langen Fahrweg. Wir mussten sicherstellen, dass über die gesamte Länge eine gleichmäßige Absaugwirkung besteht. Während der Fertigung wird die Frässpindel zudem mit schräg zugeführter Druckluft gekühlt. Das verwirbelt den Staub und macht ihn schwerer erfassbar.“ Eine Strömungssimulation half, die Wirkung exakt darzustellen und eine maßgeschneiderte Lösung zu finden: „Die gesamte Kabine wird von oben nach unten von Luft durchströmt. Die Absaugvorrichtungen, die neben dem anfallenden Staub auch Späne abführen, befinden sich im Boden.“ Die aus Explosionsschutzgründen nötigen Rückschlagklappen in den Rohrleitungen ließen sich ebenfalls mit in den Boden integrieren. „Das ist auch räumlich gesehen eine pfiffige Lösung“, findet Peter Wörner.

Reinluftrückführung: Erhebliche Heizkostenersparnis

Die abgesaugte Luft passiert zwei Filterstufen und ist anschließend so partikelfrei, dass sie wieder in die Halle zurückgeführt werden kann. Hans-Jochen Platte sagt: „Es kostet viel Energie 32.000 Kubikmeter Luft pro Stunde zu erwärmen. Es lohnt sich daher, die bereits warme Prozessluft anschließend als Reinluft wieder in die Halle zu leiten.“ Nach Berechnungen von Keller Lufttechnik spart GKN damit jährlich eine erhebliche Menge Heizkosten.

Text und Fotos Keller Lufttechnik 2015.

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