Digital Textile Micro Factory auf der Heimtextil 2017

Digitale Technologien verändern das Wettbewerbsumfeld und bieten Unternehmen neue Chancen. Im Januar präsentierten die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung (DITF) auf der Heimtextil erstmals im Auftrag der Messe Frankfurt GmbH gemeinsam mit namhaften Branchenpartnern die „Digital Textile Micro Factory“.

Vom Design über den digitalen Druck bis hin zum Zuschnitt und der Konfektion erlebten die Besucher die komplett vernetzte Produktion von Textilien. Sehr viele Messebesucher nutzten die Gelegenheit, die Micro Factory allein zu erkunden oder nahmen an einer der kostenlosen Führungen teil. „Mit der ‚Digital Textile Micro Factory‘ zeigen wir ein Modell der Zukunft. Sie ermöglicht es, individualisierte Produkte wettbewerbsfähig, regional und bedarfsgerecht zu produzieren – durch die digitale Vernetzung der automatisierten Prozesse“, erklärte Sabine Scharrer, Leiterin der Heimtextil zu Beginn der Messe. „Die Möglichkeiten sind nahezu grenzenlos und wir sind stolz darauf, dieses Projekt mit unseren Partnern umzusetzen.“

Die nahtlose digitale Vernetzung der Produktionsschritte innerhalb der Micro Factory sorgt für einen optimalen Materialverbrauch, eine schnellere Verarbeitungszeit der Aufträge und für höchste Flexibilität, mit der kurzfristig auf die Bedürfnisse am Markt reagiert werden kann. Besucher durchliefen die Micro Factory auf einem vorgegebenen Weg, dessen Stationen die Fertigungsschritte der Textilproduktion darstellen. Startpunkt war das Designareal, in dem der Workflow mit der Auswahl und der Vorbereitung der Designs beginnt. Im nächsten Schritt wurden die Textilien im Digitaldruckverfahren mit den Designs bedruckt. Fertigungsaufträge können kombiniert und mit unterschiedlichen Parametern farbverbindlich fertiggestellt werden. Hard- und Softwarepartner Mimaki, Ergosoft und Multiplot waren vor Ort. Der digitale Zuschnitt der Textilien wurde in der nächsten Station in Partnerschaft mit dem Unternehmen Zünd realisiert. Zu den größten Herausforderungen dieses Produktionsschritts gehörte die automatische Identifikation der Aufträge, um verschiedene Materialien mit ihren spezifischen Eigenschaften optimal und in bester Qualität zuschneiden zu können. Sind sie identifziert, werden im letzten Produktionsschritt die zugeschnittenen Textilien zusammengenäht. Neueste Maschinenentwicklungen, die Erkennung der Textilien und die Zuordnung sowie die digitale Vernetzung der Nähmaschinen wurden von Juki präsentiert. Der Rundgang durch die „Digital Textile Micro Factory“ endete in einer Schaufensterinszenierung. Hier wurden mögliche Anwendungen des Textildrucks für die Heimtextilindustrie präsentiert.

Weitere Informationen zum Thema:

Alexander Artschwager
Zentrum für Management Research der DITF Denkendorf (DITF-MR)
0711 9340-406
alexander.artschwager@ditf-mr-denkendorf.de

Christian Kaiser
Zentrum für Management Research der DITF Denkendorf (DITF-MR)
0711 9340-454
christian.kaiser@ditf-mr-denkendorf.de

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